Abschied und Ankunft
Es war speziell, das letzte Mal durch die Badlands nach Rapid City an den Flughafen zu fahren. Einerseits freute ich mich wieder auf mein Zuhause in der Schweiz, andererseits fiel mir der Abschied schwer. In Rapid City hatte ich noch etwas Zeit für letzte Einkäufe und versorgte mich noch mit einer Kinderlieder-CD auf Lakota, Perlen und einem Anleitungsbuch, da ich mit meinem Schlüsselanhänger, den ich mit Perlen zu verzieren begonnen hatte, nie wirklich vorwärtskam.
Unglaublich wie schnell man wieder im Alltag zurück ist, schliesslich halten mich meine 26 Zweitklässler ziemlich auf Trab. Die Zeit in der Prärie bleibt mir in bester Erinnerung und ich erinnere mich sehr gerne an die vielen schönen Momente im Kindergarten. Kürzlich konnte ich über Skype den Kindern hallo sagen und sie zeigten mir die Pumpkins, die sie für Halloween zubereiteten. Die zufriedenen Gesichter der Kinder bestätigen mir, dass es sich lohnt, viele Stunden meiner Freizeit für die Stiftung einzusetzen und somit beizutragen, dass die Kindergesichter weiterhin strahlen dürfen.
An mein
em letzten Tag vor meiner Abreise hatte ich wiederum die Farben hervor genommen und den Geschirrkasten neu gestaltet. Ich bestempelte ihn passend zum Schuhgestell. An diesem Tag hatte ich auch Jeff auf der Busfahrt begleitet. Wir holten die Kinder zu Hause oder an den vereinbarten Treffpunkten ab. Es war eindrücklich, zu sehen, wo die Kinder leben und ich lernte dabei die nähere Umgebung Kyles besser kennen.
Berührend war für mich auch der Abschied, die Dankbarkeit die mir entgegengebracht wurde für meinen Einsatz vor Ort aber auch meine stetige Arbeit als Stiftungsrätin. Gerade auch für diese Tätigkeit hat mir der Aufenthalt wertvolle Erfahrungen gebracht. Durch den Einblick in den Alltag mit all seinen Chancen aber auch Schwierigkeiten verstehe ich besser, warum manche Prozesse langsamer oder anders ablaufen als wir es uns in der Schweiz gewohnt sind. Klar geworden ist mir auch, dass die Lakota-Waldorf-Schule Erfolg hat, weil sie langsam wächst und nicht wie viele andere Projekte, die ans Reservat herangetragen werden, sobald die Initiatoren abreisen, schnell eingehen. Die Lakota, die an der LWS arbeiten, identifizieren sich mit der Schule und arbeiten gerne dort.
Mittlerweile gab es ber
eits den ersten Schnee über der Prärie. Die Weite fehlt mir und ich schaue gerne die Fotos an und träume von den Ritten durch diese wunderschöne Landschaft. Jedesmal wenn ich den Laptop in der Schule aufstarte, erscheint das Entering-Schild des Reservats und weckt schöne Erinnerungen.
Die Herbstnews der Lakota-Stiftung sind versendet und bald schon sollte der Lakota-Tipi-Camp-Flyer bereit zum Druck sein. Die Arbeit hier in der Schweiz für die Kinder der LWS geht weiter
. Nun sollte ich nur etwas Zeit haben, die Lakota-Kinderlieder-CD abzuspielen und dazu etwas Beadwork zu machen…








































